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Taewan Kim aus Südkorea – Landesbester bei den Abschlussprüfungen

Es begann völlig untypisch vor 3 Jahren auf der boot Düsseldorf, als der Südkoreaner Teawan Kim bei vielen Segelmachern auf den Stand kam und nach einem Praktikumsplatz fragte. Lediglich Faber + Münker hörte sich an, was der junge Südkoreaner zu erzählen hatte. Damals noch in englischer Sprache, weil sein Deutsch nicht gut genug war. Christian Tinnemeier und Ulrich Münker luden ihn nach Kiel ein und er begann sein Praktikum an der Kieler Förde.

„Er machte sich wirklich gut bei uns und Uli und ich waren uns sicher, aus ihm kann ein guter Segelmacher werden,“ so Christian Tinnemeier. „Wir machten gemeinsam einen Ausbildungsvertrag fertig und dachten, alles nimmt seinen gewohnten Lauf, aber dann stießen wir auf ein scheinbar unüberwindbares Problem.“

Einen Ausbildungsvertrag muss die Handwerkskammer unterschreiben, dazu benötigte Taewan ein gültiges Visum, welches er dann bei der Behörde beantragen wollte. Dieses jedoch wird nur bei Vorlage eines unterschriebenen Ausbildungsvertrages gewährt…

„Wir drehten uns im Kreis und kamen nicht weiter,“ so Christian Tinnemeier rückblickend. „Wir führten viele Gespräche und nutzen unser gesamtes Netzwerk bis dann schlussendlich die Handwerkskammer den ersten Schritt tat und den Vertrag unterschrieb. Wir waren alle sehr froh, dass uns die deutsche Bürokratie keinen Strich durch unsere Pläne gemacht hat.“

Das Visum kam schnell und Taewan konnte 2016 seine Ausbildung beginnen, in der er nicht nur das Segelmacherhandwerk erlernte, sondern auch in Kursen sein Deutsch verbesserte. Zur Belohnung gab es jetzt einen Gesellenvertrag bei Faber + Münker, die in diesem Jahr sogar zwei Auszubildenden die Chance geben, den schönen Beruf des Segelmachers zu erlernen.

Foto: Taewan Kim (li.) und Benjamin Kowalski (re.), Segelmachermeister und Ausbildungsleiter Werkstatt bei Segelmacher Faber + Münker

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